NIS-2 im Mittelstand: Wer ist betroffen?
NIS-2 gilt seit dem 6. Dezember 2025. Wer ab 50 Beschäftigten betroffen ist, was das Gesetz verlangt und welche sieben Punkte Sie jetzt prüfen können.
IT-Betreuung wird meist als Monatspauschale pro Arbeitsplatz und Server kalkuliert. Welche Faktoren den Preis bestimmen und was in die Pauschale gehört.
Die kurze Antwort: IT-Betreuung im Mittelstand wird heute fast immer als monatliche Pauschale kalkuliert, abgeleitet aus der Zahl der Arbeitsplätze und Server, dem Schutzbedarf der Daten und den vereinbarten Servicezeiten. Lizenzen kommen obendrauf und werden weitergereicht, Projekte werden separat angeboten.
Die längere Antwort ist die interessantere. Denn eine Zahl ohne Leistungsbeschreibung sagt nichts aus. Zwei Angebote mit derselben Monatssumme können sich darin unterscheiden, ob ein Wiederherstellungstest des Backups enthalten ist oder ob Sie beim ersten Serverausfall die Stunden einzeln bezahlen. Deshalb nennen wir in diesem Beitrag bewusst keine Beträge, sondern erklären die Logik dahinter. Mit ihr lesen Sie jedes Angebot, auch unseres.
Ein seriöses Angebot für laufende IT-Betreuung besteht aus drei Blöcken, und es lohnt sich, sie auseinanderzuhalten:
Wer nach dem Preis pro Monat fragt, meint meist den ersten Block. Und der variiert zwischen Unternehmen tatsächlich deutlich, nicht, weil Dienstleister würfeln, sondern weil eine Arztpraxis mit Patientendaten, ein Handwerksbetrieb mit zwölf Laptops und ein Zulieferer mit zwei Standorten und einem ERP-System schlicht unterschiedlich viel Arbeit bedeuten. Welche Faktoren das im Einzelnen sind, steht weiter unten.
Es gibt zwei Grundmodelle, und sie unterscheiden sich weniger im Preis als im Anreiz.
Abrechnung nach Aufwand heißt: Stundensatz, Ticket für Ticket. Das wirkt auf den ersten Blick günstig, weil in ruhigen Monaten kaum Kosten anfallen. Der Haken liegt in der Anreizstruktur. Der Dienstleister verdient, wenn etwas kaputtgeht, und hat wenig Grund, in Vorbeugung zu investieren, die ihm Umsatz nimmt. Für Sie ist das Budget nicht planbar, und die Rechnung kommt ausgerechnet dann, wenn ohnehin alles stillsteht.
Die Pauschale dreht das um. Ein fester Betrag pro Arbeitsplatz und Server, festgeschrieben über die Laufzeit. Eine Pauschale ist kein Rabatt auf Stunden, sondern ein Wechsel des Anreizes: Der Dienstleister verdient, wenn nichts ausfällt. Wer so abrechnet, hat ein eigenes Interesse an Monitoring, an sauberen Updates und an einer Umgebung, die möglichst selten Tickets erzeugt. Genau deshalb setzen viele Dienstleister heute auf dieses Modell.
In der Praxis kombinieren die meisten Anbieter beides: eine Pauschale für den Betrieb, Aufwandsabrechnung für Projekte. Das ist sinnvoll, solange klar ist, wo die Grenze verläuft. Ob ein neuer Mitarbeiter-Laptop noch Betrieb ist oder schon Projekt, sollte im Angebot stehen, nicht erst auf der Rechnung.
Das ist die eigentliche Vergleichsfrage. Eine Betriebspauschale, die ihren Namen verdient, deckt aus unserer Sicht mindestens ab:
Typischerweise nicht in der Pauschale enthalten, und das ist auch legitim: Lizenzen, Hardware, Projekte wie Migrationen oder Standortumzüge, Schulungen und erweiterte Erreichbarkeit außerhalb der Servicezeiten.
Dazwischen liegen die Grauzonen, und dort entscheidet sich, ob ein Angebot fair ist. Fragen Sie konkret nach:
Wie wir diese Fragen für uns beantwortet haben, steht auf der Seite IT-Service in Hanau.
Wenn zwei Pauschalen weit auseinanderliegen, hat das fast immer eine dieser Ursachen:
| Faktor | Warum er den Preis bewegt |
|---|---|
| Zahl der Arbeitsplätze und Server | Die Basis jeder Kalkulation. Server wiegen schwerer als Arbeitsplätze, weil an ihnen mehr hängt. |
| Schutzbedarf der Daten | Patientendaten, Mandantendaten, Personalakten: Wer hier betreut, muss mehr protokollieren, häufiger prüfen und die DSGVO-Anforderungen inklusive Auftragsverarbeitung sauber abbilden. |
| Fachanwendungen | DATEV, Praxissoftware, ein Branchen-ERP: Jede Anwendung bringt eigene Updatefenster, Hersteller-Abstimmung und Fehlerbilder mit. |
| Standorte und Homeoffice | Mehrere Standorte heißen Netzkopplung, VPN, mobile Geräte und mehr Wege, auf denen etwas schiefgehen kann. |
| Servicezeiten | Übliche Bürozeiten sind der Standard. Erweiterte Erreichbarkeit ist möglich, muss aber personell hinterlegt sein und wird deshalb individuell vereinbart. |
| Zustand der Umgebung | Veraltete Server, fehlende Dokumentation, Wartungsstau: Hier steht vor der Betreuung ein Aufräumprojekt, sonst zahlt man die Altlasten jeden Monat mit. |
Ein Faktor, der nicht in die Pauschale gehört, verdient trotzdem einen Blick: die Lizenzen. Microsoft 365 wird pro Nutzer und Monat abgerechnet, unabhängig davon, wer es betreut. Ein guter Dienstleister reicht diese Kosten transparent weiter und berät dazu, welcher Plan wirklich gebraucht wird. Oft lässt sich hier mehr sparen als an der Betreuung selbst. Was das im Einzelnen bedeutet, haben wir unter Microsoft 365 und Azure aufgeschrieben.
Historisch ja. Ein Systemhaus verkaufte Hardware und Software und richtete sie ein. Der Handel war das Geschäft, die Dienstleistung kam dazu. Ein IT-Dienstleister lebte von der Dienstleistung und verkaufte keine Kartons. Dazu kam später der Managed Service Provider, der den laufenden Betrieb zur Pauschale übernimmt.
Heute sind die Grenzen weitgehend verschwunden. Fast jedes Systemhaus bietet Managed Services an, fast jeder Dienstleister beschafft auf Wunsch auch Hardware. Die Bezeichnung auf der Website sagt deshalb wenig über Qualität oder Preis aus.
Aussagekräftiger ist eine andere Frage: Womit verdient der Anbieter sein Geld? Wer vor allem an der Handelsmarge verdient, hat ein Interesse daran, dass Sie regelmäßig neue Geräte kaufen. Wer vor allem an einem stabilen Betrieb verdient, hat ein Interesse daran, dass Ihre Umgebung möglichst lange möglichst wenig Arbeit macht. Beide Modelle sind legitim, aber sie führen zu unterschiedlichen Empfehlungen, und das sollten Sie wissen, bevor Sie eine annehmen.
Wir selbst nennen uns beides: ein IT-Systemhaus in Hanau, das den Mittelstand im Rhein-Main-Gebiet betreut und eine eigene Cloud-Plattform betreibt. Unser Anreiz liegt eindeutig auf der zweiten Seite.
Die Sorge vor dem Wechsel hält viele Unternehmen länger bei einem Anbieter, als ihnen guttut. Dabei ist der Ablauf gut beherrschbar, wenn man ihn in der richtigen Reihenfolge angeht:
Die Übernahme ist meist ein einmaliges Projekt, dessen Umfang vor allem davon abhängt, wie gut die bisherige Umgebung dokumentiert ist. Fragen Sie danach im Erstgespräch. Ein Anbieter, der den Aufwand ehrlich einschätzt, statt ihn wegzulächeln, hat die Umgebung schon einmal genauer angesehen.
Der günstigste Preis mit vager Leistungsbeschreibung ist erfahrungsgemäß der teuerste, spätestens bei der ersten ernsthaften Störung. Vergleichen Sie Angebote deshalb nicht an der Monatssumme, sondern an fünf Punkten:
Wer diese fünf Fragen beantwortet bekommt, kann Angebote wirklich vergleichen. Und wer sie stellt, bekommt in der Regel auch bessere Angebote.
Wenn Sie es für Ihr Unternehmen konkret wissen wollen, ist ein Erstgespräch der kürzeste Weg: dreißig Minuten, kostenlos, direkt mit der Geschäftsführung, und danach ein Angebot mit Leistungsbeschreibung statt einer Zahl ohne Zusammenhang. Hier finden Sie einen Termin.
Wir zeigen unverbindlich, wie eine souveräne Umgebung für euren Anwendungsfall aussehen würde, technisch und preislich.
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